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13.11.2017

4. Expertenforum zur Atmosphärenchemie (EFAC 4)

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI e.V.) organisiert gemeinsam mit DECHEMA und GDCh sowie mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes und der Europäischen Kommission die Veranstaltungsreihe „Expert Forum on Atmospheric Chemistry (EFAC)“ (Expertenforum zur Atmosphärenchemie). EFAC 4 wird am 7. und 8. März 2018 in Frankfurt am Main stattfinden und sich dem Thema „Landwirtschaft und Tierhaltung: Einflüsse auf Luftqualität und Klima“ widmen.

Der Landwirtschaftssektor hat global den größten Anteil an den anthropogenen Nicht-CO2-Treibhausgasemissionen. Die zukünftige Herausforderung besteht in der Umsetzung von Minderungsmaßnahmen im Agrarsektor. Die Minderungsmaßnahmen sind notwendig, um eine weitere Zunahme der hauptsächlich stickstoffbedingten Emissionen zu vermeiden und gleichzeitig die wachsende weltweite Nachfrage nach tierischen Nahrungsmitteln zu decken. Etwa ein Viertel der globalen Treibhausgasemissionen resultiert aus der Land- und Forstwirtschaft und anderen Landnutzungen. Entwaldung, Emissionen aus landwirtschaftlich genutzten Böden, Nährstoffmanagement, Tierzucht und die Nutzung fossiler Brennstoffe gehören zu den Hauptquellen. Die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) resultieren hauptsächlich aus der Tierhaltung, während die Lachgas-Emissionen hauptsächlich aus der Lagerung von Stallmist, aus landwirtschaftlichen Böden und aus der Biomasseverbrennung resultieren. Die Emissionen von Lachgas (N2O) sind eng mit der Effizienz der Stickstoffverwertung in der Viehzucht verbunden.

Darüber hinaus resultiert ein bedeutender Anteil an Emissionen, die relevant sind für die Luftqualität, aus dem Agrarsektor. Etwa 95% der Ammoniakemissionen werden durch landwirtschaftliche Aktivitäten verursacht. Ammoniak (NH3) wiederum beeinflusst die Bildung von sekundären Aerosolen (beispielsweise Ammoniumnitrat und Ammoniumsulfat). Die Bodenkultivierung und die Tierzucht sind ebenfalls Quellen primärer (biologischer) Aerosole. Zusätzlich setzen landwirtschaftliche Aktivitäten Stickstoffmonoxid (NO) und organische Verbindungen frei, die sich aus biochemisch induzierten Nitrifikationsprozessen sowie aus der Zersetzung unverdauter Proteine im Mist von Nutztieren bzw. den biogenen Emissionen von Nutzpflanzen ergeben.

Das übergeordnete Ziel von EFAC 4 ist die Bewertung der Umweltauswirkungen von Landwirtschaft und Tierhaltung. Abschließend sollen Empfehlungen für Minderungsstrategien und Reduktionstechnologien abgeleitet und zukünftige Forschungsbedürfnisse aufgezeigt werden.

Die Tagungssprache ist Englisch.

www.vdi.de/atmospheric-chemistry



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